Berechnungsgrundlagen

Luftzustand

Sättigungsdampfdruck

Der Sättigungsdampfdruck ps über Wasser wird mit der im Ursprungsprogramm verwendeten Exponentialgleichung berechnet:

ps = exp(−6094,4642/T + 21,1249952 − 2,7245552·10⁻²·T + 1,6853396·10⁻⁵·T² + 2,4575506·ln T) / 100 in hPa, mit T in Kelvin.

Der Partialdampfdruck ergibt sich zu pd = ps · φ/100.

Dichte feuchter Luft

ρ = 0,348·p/T − 0,132·pd/T in kg/m³, mit p und pd in hPa. Für 20 °C, 50 % rF und 1013,25 hPa liefert dies 1,198 kg/m³.

Wassergehalt und Taupunkt

x = 622 · pd / (p − pd) in g je kg trockener Luft.

Taupunkt nach Magnus: td = 237,3 · lg(pd/6,1078) / (7,5 − lg(pd/6,1078)) in °C.

Viskosität

Dynamische Viskosität nach Sutherland: η = 1,710·10⁻⁵ · (273,15 + 122)/(T + 122) · (T/273,15)1,5 in Pa·s.
Kinematische Viskosität: ν = η/ρ in m²/s.

Strömung und Druckverlust

Querschnitt und hydraulischer Durchmesser

GrößeRundrohrRechteckkanal
Querschnittsfläche Aπ/4 · d²b · h
hydraulischer Durchmesser dhd2·b·h/(b + h)

Geschwindigkeit und Reynoldszahl

v = V̇ / (3600 · A) in m/s  ·  Re = v · dh / ν

Rohrreibungszahl λ

Laminare Strömung, Re < 2320: λ = 64/Re

Turbulente Strömung, Re ≥ 2320, iterative Lösung der Colebrook-White-Gleichung:

1/√λ = −2 · lg( 2,51/(Re·√λ) + k/(3,71·dh) )

Die Iteration wird gedämpft ausgeführt und bricht bei einer Änderung unter 10⁻¹² ab. Sie wurde gegen ein unabhängiges Newton-Verfahren geprüft; die Abweichung liegt unter 10⁻⁸.

Reibungsdruckverlust nach Darcy-Weisbach

Reibungsgefälle: R = λ/dh · ρ/2 · v² in Pa/m
Leitungsverlust: ΔpLeitung = R · L in Pa

Einzelwiderstände

ΔpBögen = n · ζ · ρ/2 · v² in Pa

Gesamtdruckverlust: Δp = ΔpLeitung + ΔpBögen

Richtwerte

Rauheit kWerkstoff
0,01 mmKunststoffrohr, glatt gezogen
0,09 mmWickelfalzrohr
0,15 mmverzinktes Stahlblech, Standardvorgabe
0,90 mmMauerwerkskanal, verputzt
ζFormstück
≈ 0,2590°-Bogen, R/d = 1,5
≈ 0,3590°-Bogen, R/d = 1,0
≈ 1,290°-Segmentbogen, ungünstig
≈ 0,1545°-Bogen

Die ζ-Werte sind Orientierungswerte. Für die Auslegung sind die Angaben des jeweiligen Herstellers maßgebend.

Unterschiede zur früheren Windows-Version

Diese Webfassung übernimmt die Funktionalität des Programms „Druckverlust v0.3beta“. Dabei wurden vier Rechenfehler des Ursprungsprogramms korrigiert:

PunktWindows-Version v0.3betaWebfassung
Leitungsdruckverlust λ · L / ρ / 2 · v² — Division durch die Dichte, Durchmesser fehlt λ · L/dh · ρ/2 · v² nach Darcy-Weisbach
Kanalquerschnitt π/4 · dh² — Kreisfläche aus dem hydraulischen Durchmesser b · h
Laminare Strömung nur λ ausgegeben, kein Druckverlust berechnet vollständige Berechnung wie im turbulenten Fall
Reihenfolge der Eingaben ν nur bei Klick auf „Berechnen Luft“ gesetzt und danach gerundet weiterverwendet alle Größen werden bei jeder Eingabe frisch und ungerundet durchgerechnet

Ergänzt wurden außerdem die einstellbare Rauheit, die zuvor unbenutzten Felder für Bögen und Widerstandsbeiwert, der CSV-Export und ein druckfähiges Layout.

Die Ergebnisse sind Überschlagswerte für Luft im üblichen lufttechnischen Bereich. Sie ersetzen keine fachliche Auslegung.